Dienstag, Dezember 07, 2010
zweijahressammelsurium
Aber ein paar Texte sind dennoch angefallen, die ich hier als Linksammlung einstellen möchte.
Persönliches:
Zeitgras
Familienidylle
To my love:
Veränderungen
Hoffentlich gibt es keine Garnelen
Ein Versuch Schweinereien zu schreiben
Rund um das 24-h Bootcamp-Event
Alptraum-Ambivalenzen
Traum-Sequenzen
Der Turm, der Läufer und der Springer mit dem lädierten Ohr
Eher Amüsantes:
Hindernislauf für einen Kaffee
Sonstiges
Spiel leben - Leben spielen
Freitag, September 24, 2010
Eine Frage der Ehre
Es gibt Dinge die ich tue - einfach weil es für mich auch eine Frage dessen ist, ob ich mich noch im Spiegel anschauen mag.
Dazu gehört, dass ich Menschen generell Respekt entgegenbringen möchte, selbst dann, wenn sie und ihr Verhalten und/oder ihre Meinung mir indiskutabel erscheinen. Der Mensch selbst verdient meinen Respekt. Es passiert mir sehr selten, dass ich den Respekt vor einem Menschen verliere. Gerade bin ich dabei, genau diesen Grundrespekt vor einem Menschen zu verlieren. Dies macht mich betroffen.
Das Wort Ehre hat mir nie viel bedeutet, ich habe mich damit eigentlich erst befasst, als ich einen interessanten Menschen traf, für den Ehre ein sehr wichtiger Begriff ist. Die Lebensphilosophie blieb mir fremd, trotzdem konnte ich diesem Menschen mit großem Respekt begegnen.
Dass ich diesen Respekt nun zu verlieren drohe, hängt damit zusammen, dass ich Reden und Verhalten als zunehmend auseinander divergierend wahrnehme. Ich denke, auch im virtuellen Raum so zu sein wie ich bin. Was ich über mich erzähle stimmt - was ich nicht erzählen möchte, weil es mir zu privat ist, lasse ich aus. Damit unterbleibt auch manches Posting in manchem Forum, weil ich unter Auslassung von Hintergründen nicht ehrlich posten kann. Nie kam mir bisher der Gedanke, statt der mir zu privaten Dinge etwas anderes zu erfinden um trotzdem an der einen oder anderen Diskussion teilzunehmen. Die Beobachtung, dass es für andere ein Leichtes ist, mal schnell und unbedarft die Wahrheit zu verdrehen, die Wahrheit über ausgebreitete Lebensdetails die nicht den Tatsachen entsprechen auch noch zu diskutieren oder über Beweggründe schlichtweg zu lügen, schockert mich. Sie schockiert mich umso mehr, wenn sie von einem Menschen kommt, der die Ehre hochhält. Damit hat dieses Wort für mich nochmals an Positivem verloren - schade eigentlich, denn ich hatte gerade begonnen es für mich mit Sinn zu füllen.
So blieben lange Diskussionen und viele Worte im Ringen um gegenseitiges Verständnis Zeit die letzendlich vergebens war. Statt zu gewinnen habe ich verloren - Respekt vor einem Menschen und die Chance die ich dem Wort Ehre gegeben hatte. Es bleibt somit eine leere Worthülse, nach der gegriffen wird wenn sonst kein Halt besteht. Ein Flickwerk aus zusammengeschusterten Restbeständen vergangener Generationen Werte und dem Mischmasch aus persönlicher Rechtfertigung und damit für mich armselig.
Und trotzdem werde ich dem nächsten Menschen, der die Ehre hochhält wiederum eine Chance geben mir zu vermitteln mit was er dies Hülse füllt - dies ist für mich eine Frage des Respekts und der Ehre.
Dienstag, August 18, 2009
Bootcamp - ein erstes Resumee
Thema war Bootcamp.
Schlussendlich waren wir dann "nur" sieben Leute - drei Aktive, drei Passive und eine neutrale Beobachterin und fleißige Fotografin.
Eigentlich wollte ich schon vor ein paar Tagen schreiben, als ich noch voll der Erinnerungen war und mein Endrophinspiegel sich noch irgendwo am oberen Anschlag befand - aber es fehlten mir die Worte zur prägnanten Beschreibung.
Militärisches, das damit verbundene definierte Machtgefälle, das Klare, Ungeschminkte, Simple fasziniert mich schon von Kindesbeinen an. Mir stand der Sinn noch nie nach romantischem Kerzenlicht bei dem ich in Anmut niedersinke ...
Die Mischung mit SM-Anteilen, die für mich ins rein Militärische nicht passt konnte ich gut integrieren - es muss sich ja nicht um reguläres Militär handeln, irgendetwas paramilitärisches tut es auch und da ist alles denkbar.

Mein Ziel war nicht die Opposition, sondern das Akzeptieren des Unten - und es hat gut geklappt. Ich habe eine Menge körperlicher Erfahrungen gemacht und war zwischenzeitlich mit meinen Kräften ziemlich am Ende. Ein sehr interessante Erfahrung. Überrascht hat mich, dass ich es problemlos schaffte mich in den Dreck zu werfen, barfuß durch einen (kalten) Bach zu stiefeln und zu kriechen und manches mehr. Ich bin sonst ein absolutes Weichei und konnte mich nie dazu durchringen für einen Volleyball mich auf dem Feld langzulegen.
Ich habe einen für mich selbst erstaunlichen Ehrgeiz entwickelt alles richtig zu machen und mich in meiner Rolle verloren, die Rolle agieren lassen, wie es für die Rolle richtig war und mir dabei selbst staunend zugeschaut.
Nach den 24 Stunden war ich regelrecht high und musst erst einmal Freunden erzählen und ganz viel nachdenken und nachspüren. Es war ein sehr intensives Erlebnis - das erstaunlich gut funktionierte obwohl wir noch nie miteinander gespielt hatten und obwohl sowohl von der passiven wie von der aktiven Seite völlig unterschiedliche Charaktere mit unterschiedlichen Vorstellungen und Vorlieben vor Ort waren.
Donnerstag, Februar 26, 2009
Jetzt doch SM?
Ich bin also über meinen Schatten gesprungen, fest entschlossen nicht immer Feigling zu sein und habe mich erfolgreich beworben.
Im Moment geht es noch vornehmlich um Absprachen und ein bißchen auch um das virtuelle Kennenlernen - das reale wird zumindest mit einigen Gruppenmitgliedern noch folgen.
Ich schwanke zwischen Vorfreude und jeder Menge Bedenken. Auf der einen Seite ist das quasi die Erfüllung eines lang gehegten Wunsches - auf der anderen Seite bedeuten 1-2 Tage Spiel auf der passiven Seite auch ein enormes sich Einlassen - und je nach dem auch eine Gratwanderung zwischen mitgehen und selbst noch wahrnehmen wo die eigenen Grenzen sind.
Ich fühle mich stabil genug um auch ein paar Dinge, die ich eigentlich nicht wollte gesund zu überstehen - aber ich möchte auf der anderen Seite nicht aus falschem Stolz hinnehmen, was ich nie hinnehmen wollte, nur um zu beweisen, dass ich es kann.
Das Thema beschäftigt mich ungemein und im ständigen Zwiespalt der Gefühle - was ja wiederum auch ganz gut zum Thema passt - es geht ja nicht um einen WellnessUrlaub.
Donnerstag, Februar 05, 2009
Hintergrundinformationen
Ich bin nun seit einem knappen Viertel Jahr wieder Moderator in der SZ und in diesem Zuge bekommt man von manchem User mehr mit als man eigentlich wissen wollte - nicht durch weitreichendere Möglichkeiten irgendetwas einzusehen - sondern durch PN-Wechsel mit diesen Usern, die Art und Weise wie sich sich verhalten, wie sie formulieren, wie sie sich geben in der Kommunikation mit einem Moderator einer Community in der sie sich aufhalten.
Dabei habe ich festgestellt, dass mein Bild eines Users - auch wenn ich ihn schon lange als Schreiber des Forums kenne - sich manchmal mit einer einzigen PN ins völlige Gegenteil verschieben kann. Dies ist selten, passiert aber immer mal wieder.
So gibt es User, die ich immer gerne las - mit denen eine Kommunikation auf der Ebene Mod<->User unsäglich und unerwartet schwierig ist oder sogar in Beschimpfungen ausartet.
Auf der anderen Seite gibt es User, die ich im Forum manchmal als dezent aggressiv oder eher trollend erlebe, mit denen entspannte Schriftwechsel aus einer Moderations-PN entstanden sind.
Manche dieser PNs hätte ich lieber nicht bekommen - weil ich die guten Postings der betreffenden User nicht mehr vorurteilsfrei lesen kann oder mag. Andere wiedrum haben dazu geführt, dass ich manche User im Forum weiterhin als "schwierig" empfinde aber weiß, dass auf einer anderen Kommunkationsebene außerhalb des öffentlichen Forums für beide Seiten interessante Gespräche möglich sind.
Somit habe ich durch diese Hintergrundinformationen sowohl gewonnen als auch verloren - summa sumarum wird es sich wohl gleich bleiben - nur dass ich jetzt Menschen gerne real kennenlernen würde von denen ich dies bisher ausschloß und umgekehrt.
Montag, Januar 19, 2009
Und was ist mit SM?
Stimmt - in meinem Blog steht wenig zum Thema SM - es ist für mich einfach ein privates Thema über das ich nur mit Menschen rede, die mir sehr nahe stehen. Damit gibt es natürlich für den aussenstehenden Leser keine Möglichkeit sich ein Bild davon zu machen, ob ich jetzt nur ein Möchtegern bin oder vielleicht sogar tatsächlich ab und an mal so was ähnliches wie SM betreibe.
Auf der anderen Seite - auch wenn hier nette anregende Einzelheiten stünden - wäre dies kein Garant dafür, dass sie nicht nur meiner Phantasie entspringen. Nein, sm-ige Einzelheiten wird es von mir im WWW nicht zu lesen geben.
Ungeachtet dessen hatte ich ein sehr schönes sm-iges Wochenende mit meiner Liebsten. Endlich hatten wir wieder einmal Zeit UND Ruhe und so entstehen magic nights an die man sich gerne und lange erinnert.
Meine gemächliche Annäherung an SM und in der Folge an mehr SM nimmt so ihren trägen Lauf - und doch entdecke ich jedes Mal Neues - und jedesmal macht es Lust auf MEHR.
Diese Mal waren es meine eigenen Gefühle die mich überrascht haben - sowohl in ihrer Intensität - aber auch dass sie überhaupt auftraten.
So hat mich eine balkonkalte Colaflasche auf meiner nackten Haut gegen die ich mich nicht wehren konnte überraschenderweise in ein Gefühl der Hilflosigkeit gebracht, die mir nahezu die Tränen in die Auge trieb. Wie banal - kein großer SM aber ein großes Gefühl. Die Erfahrung sich in Grund und Boden zu schämen und sich ein Loch zum verschwinden zu wünschen, das sich winden und der Versuch sich so klein wie möglich zu machen war ein weiters Highlight dieses Wochenendes. Fast noch überraschender war die Tatsache, dass ich mir der Schutzlosigkeit zu der dies bei mir führte erst bewußt wurde, als mich meine Liebste in den Arm nahm.
Und dann noch Wut und Ärger - ganz neu in einer Spielsituation.
Sie war aber auch Top meine Top - über sich hinausgewachsen - über unser bisheriges Spiel, sehr nach an der Wohlfühlgrenze entlang, konnte ich diesmal mein Spiel nicht spielen - und nur sehr begrenzt manipuliern. Schallendes Gelächter habe ich geerntet. Es hat mich wütend gemacht. Es hat mich erstaunt - es hat uns beide erstaunt... und dass es sie amüsiert hat war eigentlich das Beste daran.
Und dann habe ich mich noch gefragt, beim Blick in den Spiegel um die Rückseite zu begutachten - ob ich mir jetzt Sorgen machen muss über meine masochistischen Anteile.
Anyway - mein SM gefällt mir - so wie er sich entwickelt, ganz langsam und ohne Ziel - und doch mit immer wieder neuen Aspekten und natürlich auch lieb gewordenen bekannten Ritualen. Ich mag es Zeit zu haben zu reflektieren, miteinander darüber zu reden, zu sinnieren - darin zu schwelgen - bis zum nächsten Mal. Hoffentlich müssen wir dieses Mal nicht so lange warten.
Donnerstag, Januar 01, 2009
SZ-Sammelsurium 2008
Meist haben die Texte einen Bezug zu aktuellen Vorgängen im Forum - manchmal entstehen sie weil ich mich über etwas ärgere und es mit Ironie und Sarkasmus am besten verarbeiten kann.
Manchmal ist es auch einfach nur Blödsinn, hoffenlich wenigistens Sinniger
Wenn Gärtner auf Brautschau gehn
Ein Gedicht habe ich unter den jugendfreien Geschichten und Gedichten eingestellt - es war mir zu ernst um es in den Geistreichen Unsinn zu packen. Auch hier war der Anlass aktuelles Forengeschehen.
Im Magazin der SZ erschien ein Gedicht, das ich ebenfalls im Hinblick auf Forumsgeschehen vor längerer Zeit verfasst aber nicht veröffentlicht hatte - allerdings hatte es an Aktualität nichts eingebüßt:
Zwei Threads beschäftigen sich mit Themen die mich seit längerer Zeit umtreiben.
Unter anderem war die Gründung eines Zirkels für F->M Transgender und Transsexuelle erfolgreich. Es ist ein kleiner Zirkel geblieben, aber ich sehe ihn als Anlaufstelle und auch als Statement der doch eher unauffälligen Voll-und Teilzeitmänner unter den oft bunten Voll- und Teilzeitfrauen. Transgender hat viele Seiten.
Im zweiten Thread habe ich die Frage nach der Quintessenz von Gender einmal in die nicht TG / TS / TV
Runde geworfen.
Was macht den Mann zum Mann, die Frau zur Frau?
Ich wurde gefragt, ob ich für das "non-consenual-Neues aus der Sklavenzentrale" in den Schlagzeilen zum Themenschwerpunkt Trans* etwas schreiben wollte. Mein Beitrag erschien in der Ausgabe 98 und in der Folge im Magazin der SZ
Daraus entstand folgende Diskussion in der SZ, die ich für durchaus lesenswert halte:
Und schlussendlich habe ich mich noch sehr über eine Mail meiner Liebsten gefreut: